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Denkmäler und Zeitzeugen um und in Waldbrunn
Aber auch sonst deuten noch eine Vielzahl stummer Zeitzeugen in Wald und Flur (wie auch im Ortsbereich) auf geschichtliche Abläufe und Lebensweisen unserer Vorfahren. |
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Das „Haselbrünnle“ im Walddistrikt Neuesee, welches an den verschwundenen Weiler Haselbrunn erinnert, speiste früher sogar eine Mühle. Als der letzte (Hasel-)Hof gegen Ende des 17. Jh. in Flammen aufging, war dessen Niedergang endgültig besiegelt. |
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Die Endphase des Bruderkrieges von 1866 zwischen Preußen und Österreich mit ihren Verbündeten hatte auch in unserer näheren Region bedauerliche Spuren hinterlassen. Die gefallenen Krieger wurden teils in Friedhöfen, aber auch in Massen- und Einzelgräbern über das weiträumige Kampfgebiet verstreut, zur letzten Ruhe gebettet. |
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Von stetiger Wassernot geprägt, fand mit Entdeckung der „Grundloch-Quelle“ 1898 in der Flurabteilung „Am Pfisterhölzlein“ (nahe der BAB-Auffahrt Frankfurt) die ewige Sucherei um mehr Wasser für wachsende Bevölkerung und Vieh damals ein glückliches Ende. Das 1901 fertiggestellte Maschinenhaus musste eine Pumpstrecke von über 2 km zu einem 80 m höher liegenden Hochreservoir an der „Mehlen“ bewältigen. Das alte Wasserhaus wurde 1968 stillgelegt und 1998/99 von uns grundlegend renoviert. |
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Ein Polizei-Hubschrauberpilot entdeckte im Sommer 1990 die Grundmauern des ursprünglich unvollendeten „Jagdhaus Mädelhofen“, weil spärlicher Bewuchs mitten im Getreidefeld durch Schattenwirkung Gebäudeumrisse andeuteten. |
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Aus Dankbarkeit wegen Verschonung nach Gefangennahme durch vorbeiziehende Preußen im Kriegsjahr 1866 erbaute Kirchenpfleger Stephan Endres drei Jahre später in der Bauweise des Historismus (Pfarrhaus) die kleine Feldkapelle am Mädelhofer Weg. In den Jahren 1999/2000 wurde sie vom Freundeskreis vollständig saniert und zur besseren Begehbarkeit (mittlerweile starker Kreisstraßenverkehr Wü 12) gravierende, aber vorteilhafte Umfeldveränderungen vorgenommen. So konnte in wahrlich "dreifaltiger Weise" taggenau am Dreifaltigkeitssonntag im Dreifaltigkeitsjahr 2000 die Neusegnungsfeier der Dreifaltigkeitskapelle mit über dreihundert Besuchern stattfinden.
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Im Norden grenzt Waldbrunn an den Probstforst, dem einstigen Kloster- (bis 1803) und seitherigen Staatswald. Die Abteilung „Köhlersbrunn“ verweist auf wenigstens einen hier früher ansässigen Köhler, da Wasser für den täglichen Bedarf und für sein (mittlerweile ausgestorbenes) Handwerk unerlässlich war. |
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Historisches und kulturelles Erbgut auch im Ortsbereich...
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In jüngster Zeit – mitunter auch im Rahmen des Städtebauförderprogramms – vollzog sich auch in unserem unmittelbaren Ortsbereich an einer Reihe von „historischen Vermächtnissen“ eine Renaissance. >Denkmalpflege ist Heimatpflege< Ein lohnender Rundgang durch unsere fränkische Ortschaft zwischen Spessart und Steigerwald wird dies gerne und nachhaltig bezeugen. |
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Text und Bild: Elmar Mager, Leiter Freundeskreis Waldbrunner Denkmäler (FWD),97295 Waldbrunn, Waldleite 43, Tel. 09306/1286,
E-Mail: elmar.mager(at)web.de
Auszug aus der Topographischen Karte 1:25000
(Copyright Bayerisches Landesvermessungsamt München)
Kriegerdenkmal der Gde. Oberaltertheim von 1867 am Waldrand "Pfaffenschlag"
Hier fanden im „Deutschen Krieg“ oder „Bruderkrieg“ sechs bayerische und zwei preußische Soldaten ihre letzte Ruhestätte. Am Jahrestag, 25. Juli 1867, wurde das Grabmal im Beisein von 3 bayerischen und 20 preußischen Offizieren eingeweiht.
Nachdem wir schon länger eine dringend notwendige Sanierung empfohlen hatten, kam ein Sturm der anstehenden Restaurierung zuvor und zerstörte es. Jedoch haben Freiwillige aus Oberaltertheim daraufhin in beachtlicher Weise einen originalgetreuen Nachbau geschaffen, welcher dann 2006 versetzt werden konnte.
Hoheitssäulen v. 1584 an der Grenze Baden-Württemberg/Bayern im Irtenberger Forst
Nach endlosen Grenzstreitigkeiten mit den kurmainzischen Nachbarn ließ der Würzburger Fürstbischof Julius Echter an der Kreuzung der einstigen Geleit- und der alten Weinstraße die beiden "Geleitsäulen" oder "Zollstöcke" mit Inschriften und Wappen der jeweiligen Machtbereiche errichten.
In den 1930er Jahren wurden sie beim Reichsstraßenausbau (heute B 27) zu ihrem Schutze 150 Meter abseits endlang der Grenze in südliche Richtung versetzt.
Der Freundeskreis Waldbrunner Denkmäler gab auch hier den Anstoß zur längst überfälligen Generalsanierung der über 4 Meter hohen seltenen Kulturdenkmäler aus rotem Sandstein im Jahre 2006 durch den Freistaat Bayern.




























